Baden & Trocknen


Es gibt unterschiedliche Ansichten wann ein Tibet Terrier ein Bad benötigt.

Manch einer badet seinen Tibet Terrier nur wenn er sich in etwas Ekligem gewälzt hat, und andere baden ihren Hund auch öfters. Mit der Bürste lässt sich das Fell auch einigermaßen reinigen.

Jeder muss für sich herausfinden wie oft er ein Bad für nötig hält und wie er mit der Pflege klar kommt.

Man "muss" seinen Hnd nicht Baden, wenn man es für unnötig erachtet, doch man "darf" es ohne schlechtes Gewissen tun !

 

Ich persönlich bade meine Bande ca. alle 2-3 Wochen  (und spare mir so sogar die ein oder andere Kämmsitzung )

 

Zum Einen auch aus hygienischen Gründen- meine Bande liegt auf dem Sofa und im Schlafzimmer .

Zum Anderen weil ich festgestellt habe das die Pflege des Fells viel einfacher von der Hand geht, wenn der Hund gebadet ist.  Das Fell lässt sich besser Kämmen und sieht einfach besser aus !

 

Die Entwicklung von Pflegeprodukten für den Hund hat in den letzten Jahren viel Positives hervogebracht.

Es gibt eine grosse Auswahl an Serien, die sich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der unterschiedlichen Hunde einstellen. Es gibt Serien für trockenes, krauses oder kaputtes Haar.

Ffür nahezu jedes Problem gibt es die passende Pflege. Lassen Sie sich beraten !

 

Und es gibt natürlich noch ein paar unwesentliche Gründe, die für ein Bad sprechen....

 

Spätestens jetzt hat unser Tibet Terrier ein Date mit der Wanne ;-)

Sie sollten immer ein Shampoo verwenden, welches speziell für Hunde ausgelegt ist, denn die Hundehaut hat im Gegensatz zur Menschenhaut keinen Säureschutzmantel und einen neutralen ph-Wert. Es gibt viele gute Pflegeserien auf dem Markt, probieren Sie einfach, welche für Ihren Hund die Beste ist.


Ein Conditioner oder eine Kur sollte immer nach der Wäsche mit Hundeshampoo verwendet werden, denn durch das Shampoo wird die Talgschicht von der Haut und dem Fell abgewaschen.

Der Conditioner gibt dem Fell und der Haut die nötige Rückfettung und sollte daher nie fehlen !

Außerdem kann man mit Spezial-Kuren Defizite von Haut und Haar ausgleichen, zb bei trockenem und brüchigem Haar.

 

los gehts.....

 

Achten Sie auf eine rutschfeste Unterlage in der Wanne, damit der Hund nicht rutschen kann und unsicher wird.  Auch ein paar nette Worte und Bestechungs-Leckerchen sind hilfreich :-)

Legen Sie sich alles bereit: Shampoo, Conditioner, evl. Slicker zum Einarbeiten der Kur, Waschlappen und Handtücher.

Falls das Shampoo & der Conditioner verdünnt wird bereiten Sie die Mischungen schon vor und stellen sich die fertigen Mischungen bereit.

 

Das Wasser sollte handwarm sein. Nicht zu heiss aber auch nicht eiskalt.

 

Erstmal den Hund komplett nass machen. Von Vorne bis hinten. Ich dusche nicht über den Kopf und bleibe mit dem Wasserstrahl unterhalb der Ohrmuschel. Den Bart brause ich vorsichtig ab, damit kein Wasser über die Nase läuft.  Das ist unangenehm für den Hund.

 

Dann das Shampoo rundum auf den Hund aufbringen. Hier sieht man wie nützlich eine Auftrageflasche oder ausgediente Shampooflasche ist.


Infos zu Mischverhältnissen:

Wenn man ein Konzentrat hat kann man bis zur angegebenen Menge mit Waser mischen.

16:1 bedeutet zb 16 Teile Wasser zu 1 Teil Shampoo.

Also wenn man 25 ml Shampoo nimmt kann man bis max mit 400 ml Wasser mischen.

Ich nehme meist etwas weniger Wasser als angegeben.

 

Das Shampoo gut einmassieren. Alle Stellen shampoonieren, auch die Füßchen nicht vergessen, hier sitzt besonders viel Dreck. Auch das Hinterteil und das Bauch ist nicht zu vergessen.

 

Wenn man Pflege-Produkte mit Silikon verwendet oder wenn besonders viel Dreck im Haar ist sollte man ein zweites mal shampoonieren, oder eine Vorwäsche mit einem Vorwasch-Shampoo machen.

Wenn es nicht genug schäumt kann man zwischendurch nochmal überbrausen. je mehr Wasser im Haar ist, desto mehr schäumt es und umso besser kann man es einarbeiten.



 

Dann ganz sorgfältig abbrausen. Shampoo muss immer ganz gründlich ausgewaschen werden !

 

Danach verteile ich den Conditioner , bzw die Haarkur  in meine Handflächen und streiche es an alle Stellen des Hundes. Wenn ich es mit Wasser mische nehme ich eine Auftrageflasche in der ich vorher schon etwas nagemischt habe und trage es damit auf.

....wieder die Füße, das "Heck" und den Bauch nicht vergessen !


Um den Conditioner besser ins Fell einzuarbeiten nutze ich einen weichen Slicker. So wird das Fell schon beim Bad entwirrt und läßt sich später auch besser kämmen.

 

Je nach Produktbeschreibung bleibt die Haarkur im Haar oder wird wieder ausgespült.

Beachten Sie dazu die Gebrauchsanweisungen des jeweiligen Produktes.

Danach wringe ich sanft das überschüssige Wasser aus dem Hund.

 

Zum Schluss kümmere ich mich um den Kopf. Hier reinige ich das Gesicht und die Schnauze mit einem Waschlappen.

 

Mit dem Waschlappen (und gegebenenfalls etwas Shampoo) sollte man den Bart auch zwischendurch immer mal reinigen, denn das Fell an der Schnauze neigt zum Verkleben und das Kämmen des Bartes kann dann äußerst schmerzhaft sein. Und das muss ja nicht sein ;-)


 

Mit dem Handtuch drücke ich das Wasser aus.  

Niemals rubbeln, denn das gibt schon wieder Verfilzungen ! 

Und dann raus aus der Wanne....


Wenn die Temperatur es zulässt kann der Hund jetzt ein wenig in der Wohnung vortrocknen.

Passen Sie auf das sie den nassen Hund nicht nach draußen lassen !

Er muss erst sorgfältig getrocknet werden.....

 

Hier wird im "Hundtuch" vorgetrocknet.... 

Bei Bedarf kann die Restfeuchte noch trockengeföhnt werden......

Beim Föhnen kann schon gebürstet werden, so hat man schon ein wenig vorgearbeitet für die nachfolgende Pflege.

Mit einem starken Fön (einem sog. Blower) kann man schon während des Föhnens Filz ausbürsten. Dieser löst sich bwim Föhnen schon gut und man hat nachher weniger Arbeit beim Kämmen.

 

Ich warte nach dem Bad immer einen Tag bevor ich eine Kämm-Session ansetze. Dann ist das Haar richtig getrocknet und hat sich schon etwas gelegt.

 

SAUBER !